12.06.2026

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Sieben Tage, drei Produktlinien: Schubert zieht positive Messebilanz

Am 13. Mai ging ein Branchentreffen zu Ende, wie es in dieser Form nur selten vorkommt: Geschätzte 127.000 Besucher lockte die interpack nach Düsseldorf, und einen guten Teil davon an den Stand der Gerhard Schubert GmbH. Das Crailsheimer Unternehmen blickt auf sieben Tage zurück, die für Strategie, Vertrieb und Kundenbindung ein voller Erfolg waren.

Das „Welcome home“ im Eingangsbereich der Messe Düsseldorf ist bei der interpack keineswegs zu hoch gegriffen: Bei derart vielen Besuchern aus fünf Kontinenten lässt sich mit Fug und Recht behaupten, dass die Verpackungswelt die Hallen ihr Zuhause nennt. Mitten im Geschehen in der raumgreifenden Halle 14: Die Gerhard Schubert GmbH, die auf 784 Quadratmetern Standfläche zeigte, was das Unternehmen auszeichnet – strategisch wie technologisch. Der in drei Bereiche gegliederte Stand spiegelte die Portfoliostruktur, die mit den Linien TLM, LIGHTLINE und TOG Lösungen für nahezu jede Verpackungsaufgabe bereithält. Entsprechend viel Platz bot der Messeauftritt, um eine Woche lang Fachbesucher unterschiedlicher Branchen und Länder willkommen zu heißen.


Gleich am ersten Messetag nutzte Schubert die großzügig gestaltete Fläche, um beim stark besuchten Medienbriefing auf das vergangene Geschäftsjahr und den Status quo einzugehen: Marcel Kiessling, Geschäftsführer Vertrieb und Service, und Ralf Schubert, geschäftsführender Gesellschafter, vermittelten eindrücklich, wie Schubert sich trotz herausfordernder Marktlage behauptet: Zuwächse bei der Gesamtleistung der Gruppe, ein starkes Turnkey-Geschäft und eine positive Auftragsentwicklung in den Kernmärkten lassen das Maschinenbauunternehmen positiv nach vorne blicken.

Gebannt warteten Presse- und Industrievertreter auf die Enthüllung der neuen TLM-Generation.

Gebannt warteten Presse- und Industrievertreter auf die Enthüllung der neuen TLM-Generation.

Strukturiert in die Zukunft

Einen großen Anteil daran dürfte das klar strukturierte Portfolio haben, das Schubert in je eigenen Themenbereichen für TLM, LIGHTLINE und TOG zeigte und während eines Standrundgangs näher erläuterte. „Die interpack 2026 war für uns der Startpunkt, um unsere Produktstrategie erstmals der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und so die Weichen für die Zukunft zu stellen“, bringt Marcel Kiessling das Standkonzept auf den Punkt. Die hohe Besucherzahl an allen Tagen, konstruktive Gespräche und erfolgreiche Auftragsabschlüsse inklusive Neukundenakquise belegen, dass es auf ganzer Linie überzeugte – und flexible Verpackungslösungen hoch im Kurs stehen.


Wie Schubert diese definiert, erlebten Besucher ebenfalls am ersten Tag: Nichts Geringeres als die mit Spannung erwartete neue Generation seiner TLM-Technologie enthüllte das Unternehmen am 7. Mai kurz vor Mittag. Als die Plane von der Maschine glitt, zückten die um die Maschine versammelten Presse- und Industrievertreter im Akkord Kameras und Smartphones, um die in dezentem Mattschwarz gehaltene Anlage mit ihrem geschwungenen Gestell und den blitzschnell arbeitenden Pick-and-Place-Robotern für die Ewigkeit festzuhalten. Auch an den Folgetagen war das Interesse an der Neuentwicklung groß: Dank neuer Gestellkonstruktion, optimierter Bahnplanung der Roboter und Steuerungstechnologie ermöglicht sie noch mehr Leistung auf gleichbleibender Fläche – und dürfte damit einmal mehr neue Maßstäbe im Verpackungsmaschinenbau setzen.

Standrundgang: Details zu jeder der drei Linien gab es während der Messe reichlich.

Standrundgang: Details zu jeder der drei Linien gab es während der Messe reichlich.

Dauerbrenner PPWR

Ein Thema mit mindestens ebenso viel Gewicht lautete PPWR: Die im August rechtsverbindliche EU-Verordnung zur Reduktion von Verpackungsmüll beschäftigt die Branche seit Jahren. Fragen der Umsetzung, Maschinengängigkeit und Materialwahl gilt es zu beantworten, um auch über 2030 hinaus rechtskonform in der EU verpacken zu können. Entsprechend groß war der Bedarf an Orientierung, Austausch und Lösungen für nachhaltigere Verpackungen, der das Team von Schuberts Packaging Competence Center und Fachbesucher ins Gespräch kommen ließ. Mit dem PCC bietet Schubert eine Plattform, die technische und regulatorische Verpackungsfragen adressiert.


In einem eigenen Standbereich stand das PCC-Team Rede und Antwort: „Die EU-Verordnung erfordert ein enges Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure, vom Verpackungsmaschinenbauer bis zum Recycler und Materiallieferanten“, erläutert Michael Graf, Leiter des PCC von Schubert. „Welchen Beitrag wir als Maschinenbauer leisten können, interessierte die Fachbesucher ausgesprochen stark – und verdeutlicht, dass das PCC als Bindeglied zwischen verpackenden Unternehmen, Maschinenbau und weiteren Industrien eine entscheidende Funktion übernimmt.“

Hochleistung neu gedacht: Als Flowpacker verpackte die neue TLM Stapel runder Kekse in Schlauchbeutel.

Hochleistung neu gedacht: Als Flowpacker verpackte die neue TLM Stapel runder Kekse in Schlauchbeutel.

Prägend seit sechs Jahrzehnten

Stoff für Austausch bot auch der runde Firmengeburtstag. Ob beim Medienbriefing, an den Informationsbildschirmen oder im direkten Gespräch: 60 Jahre Schubert waren allzeit präsent. Die aktuelle Entwicklung, das umfassende Portfolio, die weltweite Tätigkeit des Unternehmens, aber auch viele Technologien im Bereich der Endverpackung wären ohne den Pioniergeist nicht denkbar, der aus einem kleinen Betrieb in Crailsheim einen führenden Hersteller von Verpackungsmaschinen machte. Wie viele interpack-Messen in diesen Zeitraum fallen, lässt sich womöglich nicht mehr so genau sagen. Es dürften etliche gewesen sein – und mit Blick auf das beeindruckende Ergebnis 2026 gewiss nicht die letzte.

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