Primärverpacken

Das Flowmodul - ein Quantensprung in Effizienz und Flexibilität

Nur ein Jahr nach Markteinführung des neuen Flowmoduls zeigt sich, dass Schubert mit dem vollständig integrierten Schlauchbeutelaggregat ein Marktbedürfnis erkannt und dies in eine hocheffiziente Lösung umgesetzt hat. Johannes Schubert, der seit Januar 2017 als Produktmanager das Flowmodul verantwortet, zieht im Interview eine erste Zwischenbilanz und spricht über die Vorteile und Weiterentwicklungen der achten Standard-Systemkomponente der Schubert-Technologie.

 


Herr Schubert, inzwischen ist das Flowmodul bei vielen Kunden im Einsatz. Welche Zwischenbilanz können Sie nach der Markteinführung ziehen?
Wir haben inzwischen 32 Flowmodule an bestehende und neue Kunden in insgesamt acht Länder verkaufen können. Für 2018 haben wir uns das Ziel gesteckt, 30 Flowmodul-Anlagen zu verkaufen. Der Absatz in 2021 soll auf 100 Flowmodul-Anlagen steigen.

Mit dem Flowmodul können kleine Losgrößen, kurze Produktlebenszyklen und eine hohe Produktvielfalt so effizient gehandhabt werden wie nie zuvor. Das macht die Anwendung für viele Branchen sehr attraktiv. Aktuell kommt unsere Schlauchbeuteltechnologie zum Verpacken unterschiedlichster Produkte zum Einsatz, wie Schokoriegel, Kekse, Kuchen, Schokoladenfiguren, Joghurtbecher oder auch Eiscreme – dies zeigt, dass das Flowmodul schon heute in den unterschiedlichsten Branchen erfolgreich ist. Das Schubert Flowmodul hat sich wie geplant zu einem wichtigen Wachstumsfaktor für unsere Unternehmensgruppe entwickelt.

Mit dem Flowmodul bietet Schubert nun auch eine hocheffiziente Lösung im Bereich Primärverpacken an. Konnten Sie damit neue Kunden gewinnen?
Zum Markteintritt haben wir das Schlauchbeutelaggregat in der Regel an Kunden verkauft, die bereits erfolgreich mit uns zusammenarbeiten. Diese Kunden wissen, dass wir unsere gemachten Zusagen immer halten und haben uns zugetraut, dass auch die neue Systemkomponente „Schubert like“ ist.

Wir freuen uns, dass wir in den letzten Monaten auch Kunden, mit denen wir bisher nicht gearbeitet haben, durch den Eintritt in die Primärverpackung für uns gewinnen konnten. Erstmals ist eine Schlauchbeutelmaschine nahtlos in den Verpackungsprozess integriert. Das hat bestehenden Kunden wie auch neue Kunden überzeugt.


Welche Rückmeldungen haben Sie von Ihren Kunden erhalten, die das Flowmodul bereits anwenden?
Die Rückmeldungen, die wir erhalten, spiegeln insbesondere die Zufriedenheit mit der kompakten Kombination aus Primär- und Sekundärverpackungsprozess wider. Die einheitliche Steuerung, die Bedienerfreundlichkeit, die hoch flexible Roboterbeladung und die Tatsache, dass sie eine Lösung von einem einzigen Anbieter erhalten, sind für unsere Kunden ebenfalls wichtige Argumente. Unsere Kunden schätzen es sehr, dass Schubert Verpackungsanlagen mit der zugesagten hohen Effizienz betrieben werden. Zudem sind unsere Kunden begeistert über den engen Kontakt, den wir pflegen, und bestätigen uns, dass die Qualität der Zusammenarbeit mit unserem Familienunternehmen außergewöhnlich gut ist. Wir kümmern uns einfach um unsere Kunden und deren Anwendungen und arbeiten gemeinsam an einer optimalen Lösung.


Welches sind die jüngsten Weiterentwicklungen des Flowmoduls?
Wir haben uns bei den neuesten Modellvarianten noch stärker am TLM-Gedanken orientiert, der unser modulares Maschinenkonzept seit jeher so erfolgreich macht. Mit dem Fokus auf unsere Anwender konnten wir die Zugänglichkeit für Wartungs- und Reinigungsarbeiten deutlich verbessern. Auch die Aufhängung der Folienrollen haben wir ergonomischer gestaltet. Somit ist das Flowmodul für Techniker und Maschinenbediener noch einfacher und effizienter zu bedienen.


Welche Entwicklungspläne gibt es für die Zukunft?
Wir arbeiten derzeit intensiv an einer nie zuvor gesehenen Siegeltechnologie, die die Anwendung von Heißsiegelfolie auch für sensible Produkte möglich macht. Heutzutage werden empfindliche Produkte wie z.B. Schokoriegel in Kaltsiegelfolie verpackt, um das Schmelzen der Schokolade zu vermeiden. Kaltsiegelfolien haben jedoch neben dem höheren Beschaffungspreis den Nachteil, dass sie sich nicht über einen längeren Zeitraum lagern lassen. Der Klebestreifen büßt über die Lagerzeit an Haftfestigkeit ein. Darüber hinaus können beim Öffnen der Verpackung Abriebe vom Klebstoff das Produkt kontaminieren, was wiederum sehr problematisch bei eventueller Unverträglichkeit des Konsumenten ist. Gerne verrate ich Ihnen schon heute, dass wir mit der neuen Siegeltechnologie einen großen Erfolg erwarten und bereits im Herbst 2018 in Serie gehen.
Auch für unsere Kunden in der Healthcare- und Pharmabranche haben wir Pläne, um die hohen Anforderungen dieser Branche zu erfüllen. Dazu gehört unter anderem die Begasung der Schlauchbeutel. Hier sehe ich ebenfalls große Chancen für unser Flowmodul.

Johannes Schubert, Produktmanager Flowmodul und Enkel des Firmengründers Gerhard Schubert.