SSE Story

Ein Mitarbeiter von Schubert System Elektronik steht stolz vor seiner Maschine.

Schubert System Elektronik

Vom Praktiker zum

Maschinenheld

‚Technologie‘ kommt bei Schubert von ‚Team‘. Deshalb investierte Schubert System Elektronik in beides: Um den deutschen Standort in Neuhausen ob Eck nachhaltig zu stärken und zukunftssicher aufzustellen, flossen 4,5 Millionen Euro in automatisierte Prozesse, Digitalisierung und die Qualifizierung der Belegschaft.


Wer bei Schubert arbeitet, hat gut lachen! Das vermitteln jedenfalls die strahlenden, stolzen Gesichter an den nagelneuen Anlagen der Schubert System Elektronik GmbH. Der Schwerpunkt in der modernisierten Elektronikproduktion ist die Surface-Mount-Technology (SMT), wo Leiterplatten mit Millionen von elektronischen Bauteilen bestückt und verlötet werden.

Der Fertigungsmitarbeiter Kai Reineke arbeitet an der HMI-Linie.

Automatisierung in Produktion und Logistik

Aber auch beim Zusammenbau von Bediendisplays, sogenannten HMIs (Human-Machine-Interface), hat das Team jetzt tatkräftige maschinelle Unterstützung. In der Logistik profitieren die Mitarbeitenden ebenfalls: Im Wareneingang werden die auf Rollen gelieferten elektronischen Bauteile gescannt und mit einem Barcode versehen. Die angebrochenen Rollen durchleuchtet ein automatisches Zählgerät nach der Fertigung per Röntgenblick. Alle Daten zur Bauteilverfolgung laufen selbstständig in das SAP-System und verschaffen einen optimalen Überblick über den Bestand.

HMI-Linie: Aus zehn Minuten werden 45 Sekunden

Kai Reineke ist einer von drei Fachkräften im HMI-Bereich, die früher jedes Gerät in kleinteiligen Arbeitsschritten per Hand montiert, verklebt und geprüft haben. Eine besonders sensible Phase war die ‚Hochzeit‘, also das Fügen von Glas und Display zu einer Einheit. Zehn Minuten brauchte er pro Bedienteil. Das ist schnell, doch im zunehmenden Wettbewerb nicht schnell genug. Mit der vollautomatischen HMI-Linie haben Kai Reineke und seine Kollegen wieder die Nase vorn. Bestücken, Fügen, Verkleben, Testen und Verpacken benötigen ganze 45 Sekunden. Eine enorme Leistungssteigerung. Und für die gestandenen Praktiker ein völlig neues Arbeitserlebnis – als frisch gebackene Maschinenhelden.


>> Damit das Team sich rechtzeitig auf die automatische HMI-Linie vorbereiten konnte, hat Schubert für umfassende Schulungen und Qualifizierungen gesorgt.

Portrait Kai Reineke, Fertigungsmitarbeiter bei Schubert System Elektronik

„Die Arbeit hat sich durch die neue HMI-Linie stark verändert. Gleichzeitig macht es Spaß, mit moderner Technik zu arbeiten und Teil dieser Entwicklung zu sein.“

Kai Reineke, Fertigungsmitarbeiter im HMI-Bereich

Ein Bildschirm zeigt die automatische Prüfung eines elektronischen Bauteils.

SMT-Fertigung: Präziser Laser statt rabiater Messerschnitt

Im SMT-Bereich freuen sich ebenfalls drei Teammitglieder über neue Maschinen. Eine davon ist ein Laser: Um elektronische Baugruppen kosteneffizient herzustellen, werden die Bauteile im Verbund direkt auf die Oberfläche einer großen Leiterplatte gelötet. Anschließend muss die Leiterplatte – der sogenannte Nutzen – in die einzelnen Baugruppen getrennt werden. Bisher wurde das vorgeritzte Trägermaterial mit einem halbautomatisierten Rollenmesser zerteilt. Eine eher rabiate Methode, bei der die winzigen Bauteile öfter einmal das Nachsehen hatten. Jetzt setzt Schubert auf einen hochpräzisen Laser, der deutlich genauer, reproduzierbarer und materialschonender arbeitet.

Feinste Lötstellen für sensible Bauteile

Eine weitere Automatisierung betrifft das selektive Löten von THT-Bauteilen (Through-Hole Technology). Die besonders empfindlichen Bauteile werden durch die Leiterplatte durchgesteckt und einzeln von der Unterseite verlötet. Bislang übernahm das ein Mitarbeiter von Hand. Wer einmal die winzigen, eng gesetzten Bauteile gesehen hat, kann sich vorstellen, wie schwierig es ist, hier konstant mit nahezu chirurgischer Präzision zu arbeiten und benachbarte Komponenten nicht durch die Hitze des Lötkolbens zu beschädigen. Heute übernimmt eine selektive Lötanlage diese Feinarbeit und sorgt für prozesssichere, gleichbleibend hochwertige Ergebnisse.


>> Die automatisierten Fertigungsabläufe im SMT-Bereich reduzieren die Fehlerquoten, die Nacharbeit und den Ausschuss und führen so zu einer effizienteren und nachhaltigeren Nutzung von Material und Ressourcen.

Portrait Matthias Klein, CEO Schubert System Elektronik

„Wir beziehen unsere Mitarbeitenden aktiv in den technologischen Wandel ein und geben ihnen die Chance, sich kontinuierlich zu verbessern. Das ist für uns soziale Nachhaltigkeit.“

Matthias Klein, CEO Schubert System Elektronik

Eine Mitarbeiterin von Schubert System Elektronik überwacht eine automatisierte Fertigungsanlage.

Neue anspruchsvolle Arbeitsplätze

Marc Danzebrink, COO bei Schubert System Elektronik, hat zusammen mit CEO Matthias Klein das Investitionsprojekt vorangetrieben und die gesamte Umsetzung begleitet. Eines war von Anfang an klar: „Zukunftsfähigkeit entsteht nicht allein durch Investitionen in Technik, sondern vor allem durch die Qualifizierung und Befähigung der Menschen im Unternehmen“, betont der COO. Denn in hochautomatisierten Fertigungsprozessen bilden sich technisch anspruchsvolle Arbeitsplätze, die ein anderes Know-how fordern als eine rein manuelle Montage.

Wandel und Wissen stärken Team und Unternehmen

Umso besser, wenn Mitarbeitende dann die Möglichkeit bekommen, sich höher zu qualifizieren: In den verschiedenen Schulungen lernten die Schubert-Fachkräfte unter anderem, ihre neuen Anlagen zu bedienen, Prozesse zu überwachen, Fehler zu analysieren sowie die Wartung und Qualitätssicherung in die Hand zu nehmen. Marc Danzebrink freut sich mindestens genauso wie sein Team über den Erfolg: „Wir sichern damit ebenso unsere Wettbewerbsfähigkeit wie die Fachkräfte und die Attraktivität des Standorts.“

>> Ein typischer Schubert-Ansatz, der nicht nur die Menschen, sondern auch das Unternehmen langfristig stärkt.