Technische Artikel

Verpackungsmaschine für Kerzen in unterschiedlichen Größen

Der elf Meter lange Multipacker übernimmt sämtliche Verpackungsaufgaben.

Roboter positionieren die Kerzen in den schützenden Karton-Sleeves.

Die Umstellung auf Flachzuschnitte hat die Verpackungsaufgaben erheblich vereinfacht.

Die Kerzengläser werden immer in Trays zu je drei Produkten verpackt.

Anforderung

Qualitätssteigerung und schnelle Formatwechsel für Kerzen

SER Wax Industry setzt auf ganzheitliche Verpackungslösung von Schubert

Bekannt für seine Premiumkerzen der Marke Price´s darf sich SER Wax Industry zu den handverlesenen Hoflieferanten des Buckingham Palace zählen. Doch nicht nur bei Empfängen, Feiern und Zeremonien der Queen, auch bei alltäglicheren Anlässen sorgen Kerzen mit ihrem angenehmen Licht für Wohlfühl-Atmosphäre. Besonders praktisch und ansprechend sind Kerzen im Glas, die kein Wachs auf der Tischdecke hinterlassen und bei Wind nicht gleich verlöschen. Für den Versand dieser Produkte vereint jetzt ein TLM-Multipacker alle Verpackungsaufgaben in einer Linie. Zusätzlich hat Schubert die Kartonverpackungen für die Automatisierung optimiert.

Im italienischen Santena, unweit der Großstadt Turin, produziert und verarbeitet SER Wax Industry Wachse für die unterschiedlichsten Branchen, darunter auch Premiumkerzen in Gläsern. Diese Produkte hat der Hersteller bisher aufwendig in Handarbeit verpackt. Neben der zeitraubenden Handarbeit sorgten in der Vergangenheit die unterschiedlichen und teilweise doppelt verleimten Kartonvarianten für hohe Kosten. Schubert hat den Kunden daher mit seiner Automatisierungsexpertise unterstützt, diese Aufgaben effizienter und einfacher zu gestalten. Die Zielsetzungen waren von Anfang an klar: eine Verpackungsmaschine mit mehr Leistung, höherer Verpackungsqualität und schnellen Formatwechseln, dazu Kostensenkung, keine manuellen Verpackungsaufgaben und eine sichere Verpackung für die kleinen und großen Glasbehälter.

Lösung

Wie ist die Lösung auf die Anforderung umgesetzt?

Verpackungsmaschine vereint verschiedene Verpackungsstufen flexibel in einer Linie

Zu Beginn des Projekts haben die Verpackungsentwickler von Schubert die Verpackungen überarbeitet und optimiert. Statt diverser Kartonvarianten werden jetzt nur noch Flachzuschnitte verwendet. So konnten die Experten eine maschinengängige, sichere und kostengünstige Kartonverpackung mit einem System für alle Formate umsetzen – von Trinkglasgröße bis zur Größe von Einmachgläsern. Die Komplexität des Verpackungsprozesses wurde erheblich reduziert, indem nur ein Kartonsystem für alle Formate zum Einsatz kommt. Auch deshalb erfolgt der Formatwechsel in nur zehn bis 20 Minuten.

Auf einer Länge von elf Metern verpackt die robotergestützte Verpackungsmaschine in einer Linie sechs verschiedene Produkt- und 13 unterschiedliche Kartonformate. Sie besteht aus sechs TLM-Gestellen, die mit insgesamt sechs F2-Robotern und drei F3-Robotern ausgestattet sind. Die durch Schubert entwickelte Transmodulstrecke verbindet die einzelnen Verpackungsprozesse miteinander.

Die Kombination aus neu entwickelten Kartonverpackungen und roboterbasierter Maschinentechnologie macht die Automatisierung für SER Wax jetzt besonders effizient, leistungsstark und sicher.

Auf einen Blick

  • Multipacker vereint alle Aufgaben in einer Linie
  • Verpackungsentwicklung von Schubert
  • Automatisierung sorgt für sicheres Produkthandling

Erfahrene Worte

„Wir konnten eine maschinengängige, sichere und kostengünstige Kartonverpackung mit einem System für alle Formate umsetzen – von Trinkglasgröße bis zur Größe von Einmachgläsern.“

Technische Details

Multipacker bestehend aus sechs Teilmaschinen

Die Gläser werden der Verpackungsmaschine auf einem Band zugeführt und mithilfe einer großen, horizontalen Förderschnecke schonend in definierten Abständen gruppiert. Dann folgt der erste Verpackungsschritt, bei dem die kleineren Gläser einzeln in Karton-Sleeves eingesetzt werden. Die Sleeves werden für den Schutz der Gläser und als werbewirksame Flächen benötigt. Die Flachzuschnitte werden von einem F3-Roboter aus dem Magazin entnommen, aufgerichtet und auf dem Transmodul positioniert, damit der F2-Roboter die Gläser zielgenau darin platzieren kann. Im Anschluss wird auf jedem Sleeve ein Leimstrich aufgetragen und ein F2 Roboter vollendet die Primärverpackung durch Zentrierung und Kompression der Klebestelle. Große Gläser werden nicht in Sleeves verpackt, sondern mit Hilfe einer speziellen Trennpappe vorgruppiert und dann weiterverarbeitet.

Im zweiten Teil der Verpackungsmaschine setzen die Roboter drei vorbereitete Kerzen in Karton-Trays. Dann können die Trays entweder einzeln verdeckelt, oder zwei Trays unter einem Deckel zusammengefasst und verschlossen werden. So entstehen stabile 3er-Kartons oder 6er-Kartons, die sich gut stapeln lassen.

Der Multipacker erreicht bei kleinen Gläsern eine Leistung bis zu 105 Produkte pro Minute bzw. 35 Verpackungen pro Minute (3er-Kartons) oder 17,5 Produkte pro Minute (6er-Kartons). Bei den größeren Kerzen wird eine Leistung von 45 Gläsern und 15 Verpackungen pro Minute erzielt, hier immer in 3er Kartons.

Gesamtleistung
  • Multipacker in einer Linie
  • 105 Gläser und 35 Verpackungen pro Minute
  • Produktschonendes Handling
  • Von Schubert optimierte Verpackungen
  • Transmodul im Einsatz

Weitere Case Studies

Technische Artikel

Kerzenhersteller setzt auf ganzheitliche Verpackungslösung