Technologie-Systemkomponenten

Hinter den Verpackungsmaschinen stehen die Systemkomponenten – hochflexible Komponenten wie Roboter für spezielle Aufgaben, das Vision-System, unser Transportroboter Transmodul, das Schlauchbeutelaggregat Flowmodul sowie die von Schubert stetig weiterentwickelte VMS-Verpackungsmaschinensteuerung.

F2-Roboter

Der F2-Roboter, inzwischen viele Tausend Mal im Einsatz, geht zurück auf den legendären SNC-F2-Roboter aus dem Jahr 1984. Gesteuert von zwei Servomotoren, kann der F2 auf einem zweidimensionalen Arbeitsfeld von 1,2 x 0,8 m beliebige Bewegungen ausführen. Mit dem F2-Roboter werden Schachteln aufgerichtet, befüllt und verschlossen. Die Hand des Roboters ist als Werkzeugwechsler ausgeführt und verfügt über alle Einrichtungen, die gebraucht werden, um Werkzeuge zu steuern. Der Roboterarm kann mit 3,6 G beschleunigen und Geschwindigkeiten von bis zu 2,4 m/Sek. erreichen. Die Tragkraft beträgt 40 kg.

F3-Roboter

Der F3-Roboter wurde eigens zum Entnehmen von Packmaterial aus Magazinen entwickelt. Das macht er mit seinen drei Achsen entsprechend professionell. Nach der Eingabe weniger Parameter schält er einen Schachtelzuschnitt oder ein Kunststofftray selbstständig aus dem Stapel. Die Tragkraft des Roboterarms beträgt 15 kg. Am Handgelenk sorgt eine pneumatische Spannvorrichtung für den exakten Sitz des Sauger- oder Greiferwerkzeugs. Gelegentlich wird der F3-Roboter auch zur Erfüllung diverser Funktionen innerhalb weiterer Maschinenprozesse eingesetzt.

F4-Roboter

Der F4-Roboter ist ein vierachsiger Pick-and-Place-Roboter, der in Zusammenarbeit mit dem Vision-System Produkte vom kontinuierlich laufenden Produktband aufpickt und in eine Schachtel oder auf ein Tray bzw. auf ein Transmodul gruppiert. Wenn zwei F4-Roboter in einem Maschinengestell mit einer Steuerung und einem Vision-System arbeiten, spricht man von einer F44-Pickerstation. Der F4-Arm kann mit 10 G beschleunigen, erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 4,7 m/Sek. und entwickelt dabei einen maximalen Geräuschpegel von lediglich 70 dB. F4-Roboter können im Team arbeiten – sie verfolgen gemeinsam das Ziel, komplett gefüllte Packungen zu gewährleisten.

Vision-System

Eigens für Verpackungsaufgaben bei großen Produktbandbreiten wurde der Schubert-Scanner entwickelt. Ein Scanner besteht aus 200 mm breiten Modulen, die bis zu einer Arbeitsbreite von 1800 mm aneinandergereiht werden können. Schubert-Scanner schauen telezentrisch von oben auf das Produktband, um die Lage der Produkte zu berechnen und ihre Qualität zu beurteilen. Schubert-3D-Scanner liefern darüber hinaus Höheninformationen. Das Vision-System ist auch mit der Auswertung von über 5000 Produkten pro Minute nicht überfordert.

Transmodul

Das Transmodul ist der erste Transportroboter in der Welt der Verpackungsmaschinen. Die Energieversorgung erfolgt induktiv, so kann sich das Transmodul frei bewegen. Daten und Signale werden mittels Funk übertragen. Damit Schachteln und Produkte während des Transports gehalten werden, ist das Transmodul mit einem Vakuumgebläse ausgerüstet, das 0,04 bar Unterdruck erzeugt. Die maximale Beschleunigung liegt bei 3 G. Dabei werden Geschwindigkeiten von 4,5 m/Sek. erreicht. Das Transmodul fährt auf einem Schienensystem, das durch alle Teilmaschinen führt. Auf einem Schienenstrang können sich bis zu 32 Transmodule bewegen. Mit dem Transmodul ist es erstmals gelungen, Redundanz in Verpackungsmaschinen einzubauen, das bedeutet, der Ausfall eines Transmoduls hat keine Auswirkung auf die Verfügbarkeit der Maschine. Für einen Formatwechsel müssen lediglich die Transportwerkzeuge getauscht werden.

Flowmodul

Das Flowmodul, die erste vollintegrierte Schlauchbeutelmaschine der Welt, ermöglicht es, Süßwaren, Nahrungsmittel, Kosmetik- und Pharmaprodukte so einfach wie nie zuvor in Schlauchbeutel zu verpacken. Die Schlauchbeutelmaschine ist vollständig in das bewährte Toploading-Verpackungsmaschinensystem (TLM) integriert und setzt damit neue Standards im Hinblick auf Qualitätskontrolle, Effizienz, Platzbedarf und Flexibilität.

Bedienerführung

Die Bedienerführung fungiert gleichzeitig als Leitrechner einer Verpackungsanlage. Sie verfügt über den Bauplan der Maschine, kennt alle Ersatzteile und kann jederzeit Auskunft geben über alle Komponenten. Ein komplettes Bedienerhandbuch mit Informationen zur Bedienung, Formatumstellung und Wartung steht ebenfalls zur Verfügung. Die Bedienerführung ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Es gibt lediglich zwei Bedientasten: zum Ein- und zum Ausschalten. An einer Maschine können mehrere Bedienerführungen angebaut werden.

Maschinengestell

Das aus Blechteilen geschweißte Maschinengestell bildet die verwindungssteife Maschinenzelle zur Aufnahme aller Komponenten. Große Schutztüren ermöglichen einen guten Zugang zu allen Funktionen der Maschinen. In den Türscharnieren sind Bedienelemente untergebracht, moderne LED-Lampen signalisieren den Betriebszustand der einzelnen Teilmaschinen. Maschinengestelle gibt es in 40 verschiedenen Abmessungen. Sie werden lackiert oder aus rostfreiem Stahl gefertigt.